For the Foxes
Hallo liebe Leser und willkommen zurück im Neuen Jahr, beim Sissy-Blog.
Gestern war also der erste Jam im Neuen Jahr und was soll ich sagen es war mit Abstand der mieseste Jam von allen.
Schon am Nachmittag zogen düstere Wolken über dem Musikerhimmel auf als sich Ray unverhofft abmeldete. Nun gut, als gestandener Bassist lässt man sich von sowas nicht aus der Ruhe bringen. Ich fragte also Yves, ob er eventuell einspringen würde, könnte, möchte. Leider konnte er mir nicht definitiv zusagen.
Immer noch gaaanz cooooool informierte ich Alex.
Ich traf etwa um 20:00 Uhr in Birsfelden ein, etwa zeitgleich wie Biene und Tino. Verdächtig war es allerdings schon, dass gleich vor dem Eingang ein Parkplatz frei war, aber einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul.
Doch was ist das? Nei-en, das darf nicht sein…. M.m.d.T fährt auch gerade vor. Und was hat er dabei? Seinen eigenen Quälbalken…jetzt kommt der doch tatsächlich schon mit uns zusammen.
Diplomatisch und gnädig wie wir nun mal sind, schauen wir über diese Tatsachen hinweg, und freuen uns trotzdem über die Session, und trinken erst mal was an der oberen Bar, während M.m.d.T frisch von der Leber weg die nette Bardame dermassen zuschleimt, dass ich auf dem Weg nach unten beinahe ausgleite. Ach ja, Yves und die anderen Counterpart sind eigetroffen und ich hoffe schon auf eine gemeinsame Jam-Session, aber das wurde leider nix.
Wir begeben uns also alle nach unten und stellen auf, bereiten uns vor. (Kabel raus, einstecken, Gitarre anschliessen, zwei drei Test-Töne, alles klar…) Im Hintergrund schändet C. mit seiner Querflöte unser Raumkontinuum.
M.m.d.T muss natürlich den Ständer anders haben, unser Maestro Alex, geht ihm zur Hand und versichert sich, dass er (Alex) zuerst spielen kann.
Und eins zwei drei vier, los geht’s: Wie eine Rakete gehen wir ab. Doch oh Graus, was sehe ich? Wieder schleicht sich M.m.d.T wie ein rolliger Kater an die arme Bardame (nennen wir sie L., in Wirklichkeit heisst sie: Hannelore Keller) und schmiert ihr soviel Honig ums Maul, das sie den Mund nicht mehr aufkriegt.
Der berühmte Gitarrist ohne Namen gesellt sich zu uns auf die Bühne, wir jammen, und naja, es wird heute einfach nicht.
Wir ziehen die eine oder andere Session noch an, und dann gehen von der Bühne, während M.m.d.T die Bühne übernimmt. Irgendwann ziehen er und noch andere “No Woman, No Cry” an und weil mal wieder niemand singt, übernehme kurzerhand ich das Mikro.
Naja das war’s im Groben, es war einfach nicht so toll. Zum Teil weil zumindest ich nicht so gut drauf war und andererseits weil:
Lieber Leser, solltest Du ein enthusiastischer Musiker sein, solltest Du gerne mal irgendwo mitspielen wollen, und hast Du echt Talent, vergiss bitte eines nicht: Es hat auch noch andere, scheuere, zurückhaltendere Menschen, lass denen Platz und spiel nicht dauernd einen Coversong nach dem anderen. Bitte, bitte, bitte.
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